Wohlbefinden - 4 Elemente der Workplace-Gestaltung Wohlbefinden - 4 Elemente der Workplace-Gestaltung

Die vier Elemente des Wohlbefindens

Wohlbefinden ist kein weicher Faktor und es ist erst recht kein Abfallprodukt von Dingen wie Gehalt und Aufstiegschancen. Gerade die erfolgreichsten Unternehmen haben das verstanden. Sie konzentrieren sich auf das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter, um dadurch „emotionale, finanzielle und Wettbewerbsvorteile zu erhalten“, so Tom Rath, Leiter des Bereichs Arbeitsplatzforschung bei Gallup und Mitautor des Bestsellers „Wellbeing“. Denn Wohlbefinden ist die Basis eines hohen Mitarbeiterengagements.

Das Wohlbefinden setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Diese hängen zumeist unmittelbar mit  der Gestaltung und Ausstattung des Büros zusammen. Elementar sind dabei Licht, Luft, Temperatur und Akustik, die Cushman & Wakefield in ihrer Workplace-Studie untersucht haben.

Tageslicht hebt die Stimmung, reduziert die Müdigkeit und steigert das Wohlbefinden

Tageslicht hat nicht nur einen positiven, sondern einen unabdingbaren Effekt auf Physiologie, Gesundheit, Leistungsvermögen, Wohlbefinden und Aufmerksamkeit. Diese Tatsache wurde bei der Gebäudeplanung lange ignoriert. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, dass Mitarbeiter möglichst oft Kontakt mit Tageslicht haben. Das reduziert die Müdigkeit, hebt die Stimmung, senkt den Blutdruck und steigert die physische Aktivität. Das entscheidende Stichwort ist hier der circadiane Rhythmus: er sorgt dafür, dass sich der menschliche Körper dem 24 Stundentakt des Tages anpasst. Er synchronisiert die „innere Uhr“ des Menschen und wird wesentlich vom Licht bestimmt. Große Fenster und Tageslichtlampen sind für das Wohlbefinden daher äußerst förderlich.  Tageslichtlampen haben natürliche Lichttemperatur und Lichtfarben, die Lichtintensität ist der Tageszeit angepasst. Sowohl beruhigende als auch produktionsfördernde Wirkungen können dadurch hervorgerufen werden.

Kaum überschätzt werden kann die Bedeutung einer effektiven Klimatisierung. Eine Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health zeigt, dass ein gut klimatisiertes Büro die kognitiven Fähigkeiten verdoppeln kann. Unter einer unzureichenden Klimatisierung leiden diese Fähigkeiten. Die Produktivität sinkt und die krankheitsbedingten Abwesenheiten steigen. Entfernen sich die Temperaturen zudem weit von dem Arbeitsoptimum von 21°C bis 23°C, sinkt die Leistungsfähigkeit um 10%, so die Studie von Cushman & Wakefield. Gerade Hitze kann zum Sick Building Syndrome führen, das sich negativ auf den Herzschlag, die Atemwege und die allgemeine Stimmung auswirkt.

Wohlbefinden Beleuchtung
Beleuchtung für ein erhöhtes Wohlbefinden
Wohlbefinden durch Grün im Büro
Biophilic Design Akpekte berücksichtigen

Zur Verbesserung des Klimas sollte man nicht vorwiegend auf Technik setzen

Die Integration von Pflanzen im Büro wirkt sich nachweislich nicht nur positiv auf die Raumlauft aus. Immer mehr Workplace-Gestalter nutzen die Vorteile des „Biophilic Design“. Dieses ganzheitliche Konzept beruht auf dem instinktiven Bedürfnis des Menschen nach Natur. Die Präsenz von Grün im Büro erhöht die Kreativität und senkt entscheidend das Kortisolniveau, ein wichtiger Gradmesser für Stress: kognitive Leistungen werden gesteigert, Krankheiten schneller geheilt. Pflanzen helfen, vor allem in Großraumbüros, Zonen des Rückzugs zu schaffen. Sie sorgen zudem für eine leichte Schallreduzierung. Durch Lärm fühlen sich 53% aller Angestellten in ihrer Produktivität und ihrem Wohlbefinden gestört; das führt zu einem Leistungsabfall von 66%, so Cushman & Wakefield. Vor allem Gespräche der Kollegen erzeugen störende Nebengeräusche.
Um diese zu überblenden, kann man auf Soundmasking zurückgreifen. Soundmasking erzeugt ein permanentes Hintergrundgeräusch, ähnlich dem Meeresrauschen. Auf diese Weise übertöntt es effektiv Gesprächsgeräusche und reduziert die Sprachverständlichkeit. So entsteht eine entspannte Arbeitsatmosphäre, die konzentriertere Leistung und höhere Produktivität ermöglicht.

Bewegung am Arbeitsplatz hat nichts mit Wellness zu tun

Bewegung ist gesund. Laut der World Health Organisation (WHO) ist körperliche Inaktivität für 6% aller Tode weltweit verantwortlich. Sie ist die Hauptursache für 21-25% aller Brust- und Darmkrebse, für 27 der Diabetesfälle und ungefähr 30% der Herzkranzgefäßerkrankungen. Hinzu kommen die möglichen Konsequenzen für die psychische Gesundheit: das reicht von Befindlichkeitsstörungen bis zur Demenz.  Bewegung ist nicht also nur gesundheitsfördernd, sie ist notwendig für die Gesundheit. Eine kluge Büroraumgestaltung verhindert daher beständiges Sitzen und begünstigt Aktivität. Zum Beispiel durch innovative Sitzgelegenheiten, die ein dynamisches Sitzen erfordern oder indem jeder Mitarbeiter bestimmte Wege regelmäßig gehen muss, etwa zum Kopierer. Physische und psychische Gesundheit werden dadurch gefördert und die Leistungsfähigkeit allgemein positiv beeinflusst. Ein weiterer positiver Nebeneffekt, wenn man sich innerhalb des Büros bewegt: Man interagiert verstärkt mit seinen Kollegen. So knüpfen sich fast von selbst Beziehungen, die Innovation und Kreativität befördern.

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EngagementLiving WorkPlace-Talk im Juni 2017