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Konferenzräume bieten Struktur im Raum.

Spätestens bei der Information, dass Lego eine App für Augmented Reality anbietet, um den Lego Katalog in 3D zu lesen, wird klar, wo die Reise hingeht. Die Kids von heute sind die Bürotalente von Morgen. Können noch nicht lesen aber schon mal übers Smartphone wischen…und Mamas Daten löschen. Uups – Tschuldigung! 

Neue Dimension für Work-Life-Balance

Bezeichnender Weise wurde der Begriff der Work-Life Balance in den 80ern gleich nach Erfindung des Computers entwickelt. Und die Kids von einst stehen heute mitten im Berufsleben. Die Welt ist vernetzter, schneller und fragiler geworden. Die neue Datenschutzrichtline lässt vermuten, dass wir viel vernetzter sind als wir eigentlich dachten. Da lohnt sich auch der Blick über den Tellerrand hinaus.

Zur Work-Life Balance lohnt sich der Blick zu unseren Nachbarn im Norden. Die Dänen sind nicht nur glücklicher als fast alle anderen Nationen, sie sind auch bei der Nutzung von Tablets unseren Gewohnheiten weit voraus. Schon in der Grundschule haben die meisten Erstklässler in Dänemark Zugang zu einem eigenen Tablet. Fraglich ob alle wirklich wissen, was sie tun. 

Hygge ist das Zauberwort zum Glück der Dänen, frei übersetzt Gemütlichkeit. Natürlich gilt auch hier ein differenzierter Blick. Zu Hygge gehört das Abbrennen von Kerzen, darin sind die Dänen mit 8kg pro Jahr pro Däne mit weitem Abstand Europameister. Kerzen in geschlossenen Räumen haben allerdings eine Feinstaubbelastung einer gut befahrenen Verkehrskreuzung sagen wir mal das Kranzlereck am Berliner Ku-damm. Trotzdem hat die Gestaltung von Räumen und damit das Zusammenleben in Teams, Gemeinschaften und Familien einen ganz anderen Stellenwert als hierzulande. Hygge ist die dänische Dimension der Work-Life Balance und wird bezeichnenderweise von der Glücksforschung begleitet.

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Flexible Konferenzräume

Was also tun? Unternehmen wie Banken und Versicherungen machen hier die Vorreiter. Die neue Spielwiese heißt flexible Konferenzräume. Mal als Bibliothek, als Schulungsraum oder als Kreativraum und Rückzugsbereich für konzentriertes Arbeiten. Die Einrichtungsbranche tobt sich aus. Früher gab es den Konferenzraum mit Schultischordnung, einem Lehrer vorneweg und bis zur Jahrtausendwende wurde nicht gespart an Technik, Beamer, USB, Buetooth, i-Link Multimedialeinwand und – Vorhang auf.

Heute gibt es einen ganz neuen Trend wieder analog zurück zu Stift und Kreide, haptische Oberflächen die akustisch wirksam sind und den Raum jedes Mal neu strukturieren. Selbst Glaswände werden zu strukturierenden Elementen mit einem Mehrwert. Und die neu erschaffenen Räume werden zu Rückzugsgebieten für Denkanstöße, face to face Kommunikation oder einfach nur zu einem Raum für das nächste Projektmeeting. Technische Dinge werden da genutzt, wo sie Sinn machen. quint-it bringt dieser Tage ein ganz neues System zur Wandorganisation heraus, inspiriert durch die klassische Shakerleiste. Mit qi5 lassen sich auch Glastrennwände für die tägliche Büroarbeit organisieren. Die von Beate Wild für quint-it gestaltete Wandleiste kann gleichermaßen an Glas und an Vollwänden montiert werden. Schreibtafel, Absorber, Magnettafel, Ablage, Rollenhalter und Haken bieten eine individuelle Lösung für kommunikative Meetingräume und offene, flexible Arbeitswelten.

Es lebe der gute alte Konferenzraum neuerlich auch ThinkTank, IdeenTank, Schlaubau, Meeting- und Creativeroom oder Multifunktionsraum genannt. Der Konferenzraum bietet Struktur im Raum und strukturiert gleichsam geplant oder ungewollt auch das Miteinander der Protagonisten im Raum. Das ist der Versuch, der Work-Life-Balance gerecht zu werden. Mehr zwischenmenschliche Kommunikation. Die Technik hat uns ja längst überholt. Trotzdem haben wir noch immer zwei Beine, zwei Arme und einen Kopf zum Denken. Es geht um das Wohl und das Wohlbefinden der Mitarbeiter.

Multitasking ist an der Stelle nur etwas für Roboter und nichts für den Geschlechterkampf. Der Egoismus steigt ohnehin in der Gesellschaft bedenklich an. Ein vermeintlicher Informationsvorsprung über die Sozialen Netzwerke. Diese werden mittlerweile mit Nachrichtenmedien gleichgesetzt. Bei der Frage nach der wichtigsten Nachrichtenquelle steht google an erster Stelle. Google ist eine Suchmaschine! Ohne jeglicher journalistischer Grundsätze werden Meinungen und computergenerierter Inhalt von Bots mit Fachwissen von Wissenschaftlern und seriös recherchierten Informationen gleichgesetzt. Das nennt sich dann alternative Fakten oder Fake News – je nach Standpunkt. 

Was geblieben ist in Bezug auf Konferenzräume und die Work-Life Balance zeigt auch wieder eine aktuelle britische Studie über Großraumbüros. Die Erkenntnis, das sich bei jeder neuen Untersuchung herausstellt, sofern nicht gemogelt wird und alternative Fakten ins Spiel kommen, daß Einzelarbeitsplätze und das Zellenbüro immer noch dem Großraumbüro vorgezogen werden. Ein Rückzugsraum der nicht nur Homebase ist, sondern auch bis zu einem gewissen Grad Ruhe verspricht. Das nonterritoriale Office mag zwar flächeneffizient sein, die Auf- und Abrüstzeiten sind enorm und das tägliche Gesellschaftsspiel Reise nach Rom oder Stuhltanz ist auch anstrengend, wenn nicht genügend Plätze vorhanden sind und führt nur zu dem typisch deutschen Handtuchverhalten, von den Telefon-Wanderern, die den Weg zur besetzten Telefonnische nicht geschafft haben, ganz zu schweigen. 

Viele deutsche Chefs tun sich in der Realität noch immer schwer mit der Freiheit eines Homeoffice im Gegensatz zum vermeintlich gut durchorganisierten Büroalltag. Das sieht in Holland ganz anders aus, wo schon seit Jahren die Mitarbeiter ihren Arbeitsort und die Zeit flexibler gestalten können. Die nonterritorialen Officeflächen sind da eher Anschauungsobjekt für interessierte europäische Facility-Manager. Und nicht erst seit dem im Weißen Haus ein neuer Wind weht werden international Organisationen wieder zentralistischer geführt. Teams und Demokratie haben es schwer dieser Tage.

Living WorkPlace-TALK - Thema Flexibilisierung